Zu einem kleinen aber hochkarätig besetzten Meeting hatte die Forchheimer Leichtathletikgemeinschaft kurzfristig auf die Forchheimer Sportinsel geladen, als teilweiser Ersatz für das Anfang Mai angesetzte Sportfest, das damals den extrem ungünstigen Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war. Die laufende Saison nähert sich ihren Höhepunkten und viele Athleten suchen noch nach Gelegenheiten, die notwendigen Qualifikationsnormen für die Meisterschaften auf nationaler Ebene zu erfüllen.

So auch die Forchheimer und Erlanger 4x100m Staffeln der Männer und Frauen:  während die Forchheimer Frauen schon für Berlin gesetzt sind ist, jagen die Männer aus beiden Vereinen noch die Norm. So bot sich dann auch ein spannendes Rennen bei dem an diesem Abend die Forchheimer Jungs die Nase vorn hatten. Trotz wackligem 1. Wechsel erzielte das Quartett mit Jonas Saffer, Moritz Hecht, Dominik Eckner und Jan Schindzielorz einen neuen Forchheimer Rekord in 42,18 sec und ist nur einen Wimpernschlag entfernt von den 42,10 sec, die für Berlin notwendig sind. Die Erlanger Staffel, heuer bereits 42,19 gelaufen, blieb an diesem Abend mit 42,88s deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Ähnliches Bild bei den Frauen: Die Forchheimerinnen mit Janina Buck, Katharina Eckner, Svenja Heidecke und Christine Priegelmeir lieferten in 48,14 sec ihr bislang zweitbestes Ergebnis ab vor den Erlangerinnen in 50,72 sec.

Deutlich knapper und extrem spannend verliefen die insgesamt 11 Sprintrennen über die 100m und 200m: Hier startete man im gemischten Modus unabhängig von Jahrgang und Altersklasse, so daß sich Jugend und Aktive im gleichen Rennen messen konnten.  Bei den Männern kam es zum Kräftemessen zwischen Sprinttalent Jonas Saffer und Moritz Hecht, mit dem an diesem Tage hauchdünnen Vorteil für Saffer (11,03 sec) vor Hecht (11,05), der nach dreimonatiger krankheitsbedingter Trainingspause klar aufsteigende Tendenz erkennen ließ. Auf den Plätzen knapp dahinter die beiden Erlanger Thomas Knauer (11,11 sec) und Hendrik Gühlen (11,20 sec) vor Jan Schindzielorz (LG Forchheim, 11,23sec).

Bei den Frauen kam es zum erwarteten Duell zwischen der Forchheimerin Svenja Heidecke (19 Jahre) die heuer schon mit 11,98 die 12 sec unterboten hatte und dem 16-jährigen Bamberger Sprinttalent Naomi Krebs, wobei auch hier die Jüngere an diesem Abend in 12,10 knapp vorne lag (Heidecke 12,21 sec). Auf den weiteren Plätzen folgte die Erlangerin Katharina Winkler (12,64sec) vor Janina Buck (Forchheim 12,65sec), Blanck Michaela (Erlangen 12,69sec) und Christine Priegelmeir (Forchheimer 12,69 sec). Insgesamt blieben 8 Läuferinnen unter 13 sec, ein in unserer Region seltenes Ereignis.

Für Svenja Heidecke schlug an diesem Abend die grosse Stunde über 200m: In 25,33 sec verbesserte sie den 29 Jahre alten Forchheimer Rekord um mehr als eine halbe Sekunde und qualifizierte sich klar für ihre Deutschen Jugendmeisterschaften. Auf den Plätzen folgten hier Vereinskollegin Christine Priegelmeir (26,34 sec) und Cosima Back (Schweinfurt, 26,39 sec).

Bei den Herren über die längere Sprintdistanz lag der Vorteil am Ende klar bei den Erlangern: Hier siegten Thomas Knauer (22,18 sec) vor Hendrik Gühlen (22,20sec) und den beiden Forchheimern Moritz Hecht (22,70sec) und Jan Schindzielorz (23,00sec).

Beste Tagesleistung im Weitsprung und Saisonbestleistung zeigte Dominik Eckner mit 6,81m vor Patrick Haas (Emskirchen 6,36m) und Max Fenn (Forchheim, 6,32m).  Bei den Frauen überzeugte Janina Buck auf der heimischen Anlage mit 5,42m vor Michael Blanck (Erlangen 5,05m).

Die Prämien für die besten Tagesleistung gemessen an den bayerischen Bestenlisten wurden an Thomas Knauer (Erlangen) sowie den Forchheimern Jonas Saffer, Janina Buck und Svenja Heidecke überreicht.

Spannende Duelle gab es auch bei den Jugendlichen der U16: Über 75m siegte Lena Saffer (LG Forchheim 10,23sec) hauchdünn vor Lucie Geier (Ebensfeld 10,26sec), über 100m lief die erst 14-jährige Elisa Schmeling (LG Erlangen) in 12,95sec unter 13 Sekunden (!). Bei den Jungs siegte der Forchheimer Henrik Hoffmann über 75m in 9,89 sec klar vor Lukas Lurtz (Ebensfeld), über 100m war Damien Haag (LG Nürnberg 11,95sec) der Schnellere vor Julian Graubner (LG Leinfelden 12,13sec).  Bemerkenswert bei den 15-jährigen sind die auch Weitsprungleistungen:  Graubner (5,87m) sprang den weitesten Satz vor dem Forchheimer Max Hoffmann (5,57m).