Die heiße Phase für die Forchheimer Leichtathleten hat begonnen

 

Am bisher wärmsten Wochenende des Jahres zeigten die Forchheimer Leichtathleten der Leichtathletik Gemeinschaft was sie können und das war a la Bonheurs. Nicht nur bei den Oberfränkischen Meisterschaften in Bamberg der Männer und Frauen sowie Jugend U18/14, sondern auch beim traditionellen MEET IN in Ingolstadt feierten die Athleten Rekorde, Qualifikationen und Bestleistungen.

Den Start des LG Zuges der durchs Wochenende rauschte machten zweifelsohne die 4x100m Männer Staffel U23, die mit ihrem Sieg am Samstag in Bamberg, die mit 42,75sec nicht nur die jetzt schnellste U23 Staffel in Bayern sind, sondern damit auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Wetzlar deutlich unterlaufen hatten. Mit Jonas Saffer (17), Moritz Hecht (21), Dominik Eckner(20) und Mario Gösswein (19) zauberten die Jungs, mit noch ausbaufähigen Wechseln, eine tolle Zeit. Weitere Titelgewinne holte sich anschließend noch Moritz Hecht ab, der über die 100 und 200m, nach seiner Genesung vom lästigen Pfeifferschen Drüsenfiber, langsam wieder Anschluss an seine alte Form findet. Es siegte in beiden Disziplinen in 11,25s  bzw. 22,72s. Mario Gösswein schob sich hier jeweils auf Rang drei in Saisonbestzeit von 11,76s und 24,28s. Clemens Gundermann startete im 800m Rennen der Männer und erreichte mit 2:10,32min eine ordentliche Zeit und erreichte ebenfalls Rang drei.

Janina Buck war die einzige weibliche Vertretung der Forchheimer Equipe bei den Frauen, denn sie entschied sich an diesem Tag für den Weitsprung, den sie zuletzt wieder vermehrt trainiert hatte und dies sollte sich gelohnt haben. Mit einem ersten fulminanten Satz von 5,52m schockierte sie förmlich die Konkurrenz und gab die Führungsposition auch nicht mehr aus der Hand. Mit dieser neuen Bestmarke wurde sie neue oberfränkische Meisterin und rauschte damit auch in der bayerischen Bestenliste unter die besten fünf und ist damit auch eine Kandidatin auf einen Podestplatz bei den Bayerischen Meisterschaften. Mit 26,72s rundete sie ihren Wettkampftag mit Silber anschließend noch erfolgreich ab.

Die jüngsten im Team Forchheim U14 sammelten ebenfalls haufenweise Podestplätze. Mit Lena Saffer (12) reihte sich mit zwei Titelgewinnen und zwei dritten Plätzen  in die Erfolgsschiene ein. Mit 10.24s im 75m Lauf und im 60mHürdensprint in 10.86s bekam sie Gold und mit den Bestleistungen im Hochsprung (1,25m) und Weitsprung (4,22m) kamen noch zwei Bronzemedaillen hinzu. Mit Amelie Engler (12), die im 75m Finale in 10,70s sprintete und überraschend im Kugelstoßen mit 7,14m (3kg) erreichte sammelte sie zwei Silbermedaillen. Gemeinsam traten beide Mädchen mit Lea Billes (12) und Marie Sladek (12) über die 4x75m Staffel an und kamen als jüngstes Team in 41,83s auf den Zweiten Platz.  Für die Jungs U14 gingen Henrik Hoffmann und Fabian Grüber ins Rennen und konnten Edelmetall sammeln. Das forcierte Kugelstoßtraining sollte sich für ihn gelohnt haben, denn mit 10,06m hatte er die fast 2 m Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und bekam dafür Gold. Mit drei weiteren Silbermedaillen Im 75m Sprint in 9,97s,  in dem er erstmals unter die 10s Schallmauer sprintete, dann im Hochsprung  mit 1,49m und im Weitsprung mit 5,08m bewies er einmal mehr seine herausragenden Mehrkampfqualitäten. Fabian Grüber konnte mit zwei Bronzemedaillen im 75m Sprint 10,40s und im Weitsprung mit Bestleistung von 4,58m überzeugen. Klara Flake (14) startete als Vorbereitung für die Bayerischen in der Klasse der U18 und konnte dort mit einem feinen dritten Platz im Diskuswurf mit 19,11m überraschen, auch wenn sie an diesem Tag mit sich haderte.

Der zweite Aufenthalt des LG Zuges war am Sonntag in Ingolstadt. Hier gab unter anderem die Trainingsgruppe um Jan Schindzielorz und Christine Priegelmeir ihr Stelldichein. Mit Janina Buck, Dominik Eckner und Jonas Saffer starteten somit auch an zwei Tagen hintereinander und hatten sich ein großes Programm auferlegt. Denn die Damen der LG großes vor und suchten deshalb die größere Konkurrenz aus Oberbayern und sorgten zum Wettkampfbeginn  für den „Klopper“ des Tages in der 4x100m Staffel der Frauen. Mit 47,72s lief das Quartett mit Katharina Eckner, Svenja Heidecke, Janina Buck und Christine Priegelmeir, nicht nur einen neuen  Forchheimer Rekord sondern erstmals in der Geschichte der LG die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen, die dieses Jahr in Berlin stattfindet. Für die nächste Glanzleistung sorgten dann die Sprinter-/innen. Zunächst durften die Damen an die 100m Starts. Alle vier Damen qualifizierten sich in den Vorläufen für das Finale. Dort erreichte Svenja Heidecke nur um eine hundertstel Sekunde  in 12.07 in einem Wimpernschlagfinish Platz zwei. Knapp dahinter erreicht Katharina Eckner mit 12,68s den Dritten Rang vor Christine Priegelmeir (12,71s) und Janina Buck (12,75s). Über 200m konnte sich Christine Priegelmeir zum Ende der Veranstaltung, mit 26.07s den Tag in einem spannenden Rennen versilbern. Im 100m Vorlauf der Männer startete diesmal Jonas Saffer (17) in der höheren Altersklasse und siegte in seinem Vorlauf mit neuer Bestzeit von 11,01s die er im Finale als Sieger in 11,00s noch toppen konnte. Im 110m Hürdensprint hatte Jan Schindzielorz mit einem erlesenen Teilnehmerfeld die deutsche Spitze mit am Start. Bereits im Vorlauf nutzte er die beiden starken Läufer aus der deutschen Spitze,  um sich in deren Sog auf die Saisonbestleistung von 14,33s ziehen zu lassen. Im Finale der besten Sechs kam er schlussendlich, als Dienstältester Hürdensprinter Deutschlands in der Aktivenklasse, auf den ausgezeichneten dritten Platz, in nochmals verbesserten 14,32s. Damit ist er bestens für die Bayerischen- und Deutschen Meisterschaften gerüstet. Dominik Eckner, der im Weitsprung in einem exzellenten Teilnehmerfeld super mit gehalten hatte und mit sechs gültigen Versuchen überzeugte, kamen die Forchheimer zu einem weiteren Bronzeplatz. Mit 6,75m schrammte der Maschinenbaustudent, der derzeit ein Praktikum in Oberbayern macht und nicht so häufig wie gewünscht trainieren kann, nur knapp an seiner Bestleistung vorbei, hat aber das Potenzial für die 7m, die er vielleicht dann zum Saisonhöhepunkt, an der Bayerischen abrufen kann. Im Rahmen des Ingolstadt Meet-In Wettkampfes fanden auch die Bayerischen Hindernismeisterschaften statt, an dem ein junges Forchheimer Talent debütierte. Alina Hoyler (17) lief erstmals die 1500m Hindernis in  6:29,98min, bei dem sie alle Hindernisse und das Überqueren des Wassergrabens auf Anhieb souverän meisterte und das war aller Ehren wert.