Den krönenden Abschluss der diesjährigen Hallensaison bildete für die beiden Forchheimer Sprinter Jan Schindzielorz und Moritz Hecht die 65. Deutschen Hallenmeisterschaften in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund in direkter Nachbarschaft zum BVB-Stadion.

Während Moritz sich die Qualifikation für die nationalen Meisterschaft auf der 60m und 200m Sprintstrecke vor Wochen bei den Landesmeisterschaften in München mit sensationellen Bestzeiten  (6,80 secs und 21,87sec) erlaufen hatte, reifte bei Jan erst am Wochenende vorher bei den Süddeutschen Meisterschaften durch die Steigerung auf 8,01 sec über die 60m Hürden der Entschluß, es als Altersklassenathlet in der M40 nochmal mit den stärksten Hürdenläufern der Nation in der Aktivenklasse aufzunehmen.

Hürdenlauf ist bekanntermaßen eine technisch hochkomplexe Disziplin, bei der schon kleinste Fehler große Auswirkungen haben, diese Erfahrung aus früheren Profi-Jahren musste Jan einmal mehr an diesem Tag erleben. Bereits nach dem Start im Anlauf zur ersten Hürde unterlief ihm ein kleiner Schrittfehler, der dazu führte dass ab Hürde 3 das Timing nicht mehr richtig passte, er „in“ die Hürden hineinlief und damit wertvolle Zeit  einbüßte. So verpasste er mit 8,22 secs nur um eine Hundertstel-Sekunde die Teilnahme am Finale der besten 8, konnte aber dennoch mit sich und  seiner Leistung zufrieden sein, zumal in diesem Jahr mit den Deutschen Meisterschaften im Juli im Nürnberger Stadion und den Seniorenweltmeisterschaften in Malaga noch weitere Auftritte auf großer Bühne warten.

Auch für Moritz Hecht ist Nürnberg das erklärte diesjährige Saisonziel, vorerst  sollte aber diese Hallenmeisterschaft der bislang größte Erfolg seiner jungen Karriere werden. Obwohl er im Vorlauf über die 60m mit 6,96 sec noch sprichwörtlich im Startblock sitzen geblieben war, schaffte er bei seiner 5. Teilnahme an einer Deutschen erstmals den Sprung in die nächste Runde.  Als echter Wettkämpfer, der sich bislang noch jedes Mal von Lauf zu Lauf steigern konnte, klappte es auch diesmal im Halbfinallauf schon besser. Mit 6,93 sec und Rang 18 im Konzert der besten Sprinter der Nation war er denn auch mehr als zufrieden wenngleich heuer bei Einstelllung seiner Bestleistung sogar eine Finalteilnahme möglich gewesen wäre.

Anderntags standen noch die 200m auf dem Programm.  Auch hier war die Zeit im Vorlauf mit 22,33 sec weit über seiner Bestmarke, dennoch ergatterte er sich auch hier einen Startplatz in einem der beiden Finalläufe. Vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften Halle lieferte er dann trotz ungünstiger enger Bahn 1 und einer halbstündigen Verzögerung nach dem Aufwärmen nochmal eine schnelle Runde in 22,63sec ab und wurde am Ende mit dem fantastischen 7. Rang belohnt.