Bahneröffnung in Forchheim

Am Freitagabend war die LG Forchheim Gastgeber der Oberfränkischen Leichtathletik Meisterschaften in den Hindernisstrecken und Langhürden Strecken. Eingebettet war dieser Event in ein Abendsportfest, an dem über 160 Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen antraten.

Die mittlerweile über 25 Jahre alte Zeitmessanlage des Oberfränkischen LA-Verbandes sorgte zum wiederholten Mal für Verzögerungen, da sie mehrfach ausfiel und den Zeitplan um 30min sprengte. Doch eine Neuanschaffung, einer im fünfstelligen Bereich liegende Anlage, ist für den Bezirk illusorisch und ist gezwungen die altersbedingten Mängel immer wieder notdürftig auszubessern.

Beim Schaulaufen der Jüngsten der LG Forchheim, die Kinderleichtathletik Gruppe, die auf der 600m Laufstrecke ihr Können zeigten und sich erstmals präsentierten, war zunächst noch alles in Ordnung. Die 7-11jährigen Kinder machten ihre Sache prima und sorgten schon für gute Stimmung unter den Zuschauern. Mit den anschließenden 100m der Männer begannen die Ausfälle der Startpistole und so mussten die Teilnehmer im unangenehmen Wind, der auch zum Abend hin nicht abschwächte, ausharren. Die Zeiten waren dann auch nicht zuletzt wegen des stark böigen Gegenwindes zum Teil sehr unterschiedlich und nicht aussagekräftig. Die Forchheimer Akteure der LG Forchheim, konnten aber mit guten Platzierungen ihre Erfolge aus dem Winter bestätigen.

Jan Schindzielorz (M40) gelang sogar mit 2.9m/s im 110m Hürdenlauf ein Deutscher Seniorenrekord seiner Altersklasse. Im gemischten Lauf der Herren, setzte er sich schon auf den ersten 20m mühelos vom Feld ab und gewann in der neuen Rekordzeit von 14.68s. Hiermit konnte der LG- und mittlerweile auch Stützpunkttrainer einen weiteren Haken hinter seine Erfolgsliste setzen.

Auch Moritz Hecht kommt immer mehr in Form. In seinem ersten Testlauf der Freiluftsaison über 100m Männer musste er sich nur Richard von Behr vom VFL Wolfsburg (11.16s) geschlagen geben und wurde zweiter in 11.28s, genau wie im 200m Lauf in dem er in 22.44s hinter von Behr (22.36s) das Ziel (und das mit 3,1m/s Gegenwind) erreichte. Den dritten Platz sicherte sich sein Teamkollege Dominik Eckner in 24.34s.  Mit einem Paukenschlag haute dieser später im Weitsprung mit 6,73m eine neue Bestweite im Weitsprung raus und siegte damit. Noch nie hatte er zu so einem frühen Zeitpunkt so eine Weite annähernd erreicht. In seinem Sog lieferte auch Hochspringer Jano Schubert mit 6.36m eine neue Bestleistung ab und wurde zweiter. Die anderen Forchheimer Sprinter der Männerklasse hatten leider das Pech in einem Lauf mit defekter Zeitnahme zu starten und verzichteten auf eine Wiederholung des Laufs.

Die Damen der LG hatten es mit Starterinnen aus der Bayerischen Spitze zu tun, aber verkauften sich respektabel. Janina Buck holte sich zwei dritte Plätze im 100m (13.23s) und 200m (27.38s) Lauf. Katharina Eckner platzierte sich hier knapp dahinter, wie auch Christine Priegelmeir und Lina Ende, die um jeweils Hundertstel getrennt hintereinander einliefen. Letztere verletzte sich im 200m Lauf nach fulminanten Start, stürzte und zog sich eine Oberschenkelzerrung zu. In der U20 startete Teamkollegin Svenja Heidecke sehr erfolgreich mit zwei Siegen über 100m (13.10s) und 200m (27.34s) leider ohne weitere Konkurrenz, aber mit guten Zeiten, angesichts des gnadenlosen Gegenwinds von 2,7m/s.

In den Schülerklassen hielt Emilia Dorn die Farbe der Forchheimer hoch. Im größten Teilnehmerfeld der 13jährigen kam sie mit ausgezeichneten 4,12m auf den dritten Platz im Feld der 15 Starterinnen. Im 75m Sprint lieferte sie mit 11.69s ein gutes Resultat ab und wurde ebenfalls gute Vierte. Allein unterwegs war die Forchheimerin Charlotte Gundermann (14Jahre) über die 300m Hürden und machte ihre Sache aber mehr als gut. In 59,61s wurde sie Oberfränkische Meisterin und bewies in ihrem Sololauf Courage. Bei den Jungs hielt Timo Bitter bei den 14jährigen die Fahne der Forchheimer hoch. Im 100m Sprint (14.06s), im Weitsprung (4,15m) und im Hürdenlauf (16.14s) kam er jeweils auf Rang Zwei.

Auf den Hindernisstrecken dominierte die Bayerische Spitze. Babinia Wirth vom TSV Ebermannstadt kämpfte sich über die 3000m Hindernis in 11:16,17min unter den Augen des Landestrainer Langstrecke Jörg Stäcker konkurrenzlos ins Ziel. Bei den Männern qualifizierte sich Konstantin Wedel von der LAC Quelle Fürth über die 3000m Hindernisstrecke frühzeitig für die Deutsche Meisterschaft in 9:04,02min und lief ganz nebenbei auch den neuen Stadionrekord.  Auch Clemens Gundermann LG Forchheim hatte mit 6:56,24min auf der 2000 Hindernis Strecke einen guten Saisoneinstand als neuer Oberfrankenmeister, zumal diese am längsten auf ihre Starts warten mussten und bereits im Dämmerlicht liefen, denn eine Flutlichtanlage fehlt der Sportinsel auf dem Hauptplatz.  Noch dunkler war es abschließend bei den 5000m. Dank einiger eilends hergeschaffter Baustrahler, konnte das Ziel für die Kamera noch ausgeleuchtet werden. Hier ging der Sieg an die LG Bamberg mit Michael Weißhaupt, der in 17:06,86min ein einsames Rennen lief. Forchheimer waren auf hierbei nicht am Start.