DEUTSCHE SENIORENMEISTERSCHAFTEN IN ZITTAU

 

ZITTAU – Im Auestadion von Zittau war der Thüringische Landesverband der perfekte Ausrichter, der diesjährigen Deutschen Leichtathletik Seniorenmeisterschaften, die mit einem punktgenauen Zeitplan, von Freitag bis Sonntag, und toller Athletenbetreuung den Saisonhöhepunkt für die Senioren, zu einem echten Highlight der Saison gemacht hatten. Lediglich der Wettergott hatte diesmal kein Einsehen und so wurden auch die Akteure der LG Forchheim nicht von dem eher aprilmäßigen Wetter verschont. Mal Regen, mal Sturm und vereinzelt sonnige Abschnitte machten es allen schwer. Dennoch ließen sich die Forchheimer nicht aus der Ruhe bringen und waren in Goldgräberstimmung.

 

Mit zwei Deutschen Meistertiteln kehrte Christine Priegelmeir (W35) im Gepäck zurück. Ihr gelang mit viel Herzblut und Kampfeswillen das Bravourstück. Diesmal als Favoritin gehandelt, musste sie mit diesem Druck erst einmal umgehen, was ihr bereits im Vorlauf souverän gelang. Hier gewann sie mit ausgezeichneten 13.01s und kam damit als Schnellste in den Endlauf. Im Finale setzte sie sich in einem hart umkämpften Rennen auf den letzten Metern mit einem gewaltigen Satz ins Ziel, der sie mit einer Hundertstel Sekunde Vorsprung, in wiederum 13.01s, Deutsche Meisterin vor Sinah Hänßler (13.02s) vom TuS Lörrach und Daniela Kliche (13.16s) von der LG Neiße, werden ließ. Nur einen Tag später stellte sie am Sonntag ein weiteres Mal ihre Position über die doppelte Distanz, den 200m klar. In einem Start – Ziel – Sieg, ließ sie diesmal keine Zweifel an ihrem Sieg aufkommen und sprintete mit hervorragenden 26.04s, vor Kliche und Hänßler, mit fast einer halben Sekunde Vorsprung ins Ziel und hatte damit den zweiten Deutschen Titelgewinn in der Tasche.

 

Jan Schindzielorz (M 35) trat in drei Disziplinen an und musste bereits am Freitag über die 110m Hürden in die Startblöcke.

Auch er sprintete in einen Start – Ziel – Sieg zu seinem Deutschen Meistertitel in ausgezeichneten 14.14s, denn sein direkter Konkurrent, der drei Jahre jüngere Martin Thimm aus Meckenheim lief zwei Sekunden hinter ihm ein.

Über die 100m erreichte er am Samstag bei wolkenbruchartigem Regen im Vorlauf mit 11.38s den Endlauf, in dem er sich im starken Männerfinale mächtig duellierte. Hier kam er mit 11.30s nur um sieben Hundertstel geschlagen auf den Silberrang. Der Sieg ging ging hier an den vier Jahre jüngeren Zbigniew  Sikorski vom LBV Phönix Lübeck. Am Sonntag schließlich, startete Schindzielorz noch über die 200m Strecke und auch hier erwies sich der Kollege aus Lübeck als hartnäckiger Gegner. Auf den letzten 40 Metern war bei dem Forchheimer dann doch die Luft raus und er konnte dem Ansturm seines Konkurrenten nicht mehr standhalten. So kam er aber mit ausgezeichneten 23.05s  auf den hervorragenden zweiten Platz, den er mit drei Zehntel Vorsprung gegen Gunner Habel von der LG Friedberg Faurbach verteidigte.

 

Die Grande Dame der LG Forchheim, Lisa Leopold, beschenkte sich an ihrer Deutsche Meisterschaft mit zwei wunderbaren Bronzemedaillen. Zum einen im Kugelstoßen, denn hier erreichte sie mit der 2kg Kugel in der W80 mit 6,72m, genau wie im anspruchsvollen Hammerwurf mit 21,75m, ausgezeichnete Ergebnisse, zumal sie sich im letzten Winter einer schweren Operation unterziehen musste und nach langer Rekonvaleszenz erst spät im Frühjahr wieder in ihren geliebten Sport zurückkehren konnte. Chapeau vor dieser grandiosen Leistung, vor der man sich nur verneigen kann.