Bestes Abschneiden der LG Forchheim seit einem Jahrzehnt

 

 

Fürth  Für Spitzenergebnisse sorgte die LG Forchheim am Wochenende bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik in Fürth. Die Frauen und Männer und die Jugendlichen U18 trafen sich zu Stelldichein in der LAC Halle. Mit dabei auch die Asse der LG Forchheim, die jetzt zum wiederholten Maße stachen. Mit dreimal Silber und einmal Bronze, sowie zwei sechsten und zwei siebten Plätzen waren die Forchheimer-/innen so erfolgreich wie schon seit langem nicht mehr.

 

Bereits am Samstag sorgte das Herrenquartett der 4x200m Staffel, die bereits zum Jahresanfang mit einem Nordbayerischen Hallentitel überraschten, ein zweites Mal für Furore.  Mit Moritz Hecht, Jan Schindzielorz, Marcel Springwald und Schlussläufer Dominik Eckner setzte sich das Quartett im zweiten Zeitlauf gegen die starken Herzogenauracher durch und hefteten sich von Anfang an, an die Fersen der bärenstarken Sprinter der LG Stadtwerke München. Mit perfekten Wechseln und viel Herzblut liefen die Forchheimer zu einer fantastischen neuen Bestzeit von 1:30,66min und mussten sich nur den Sprintern aus der Landeshauptstadt geschlagen geben. Damit ließen sie weitere Favoriten wie die LG Erlangen und LAC Quelle Fürth hinter sich und jubelten zurecht über die verdiente Silbermedaille.

 

Im Steilflug befindet sich auch Dominik Eckner. Der noch 18 jährige startete nach der gelungenen Staffel in der Männerkonkurrenz im Weitsprung und machte es wieder einmal spannend. Wie im letzten Sommer schaffte er mit seinem allerletzten Sprung den Satz aufs Siegertreppchen. In dem sechsten Versuch explodierte er auf die Weite von 6.67m und sprang damit vom letzten auf den dritten Platz und sorgte bei der Konkurrenz für lange Gesichter, die er damit auf die Plätze verwies.

 

Newcomerin Svenja Heidecke (16Jahre) startete bei ihrer ersten Landesmeisterschaft über ihre Paradestrecke den 60m in der U18 und sorgte für eine Überraschung, indem sie sich bereits mit neuer Bestzeit im Vorlauf von 8.03sec problemlos in den Zwischenlauf sprintete und hier genauso souverän wie ein alter Hase die Konkurrenz mit einem dritten Platz überraschte und damit ins Finale kam. Hier kämpfte sie sich mit 8.11sec auf den sechsten Rang.

Auf Grund von Erkrankungen von Katharina Eckner und Christine Priegelmeier musste das Staffelquartett der Damen leider ihren Start absagen.  Dritte im Bunde Janina Buck kam an diesem Tag nach überstandener Erkältung immerhin mit 8,19sec über 60m in den Zwischenlauf. 400m Spezialistin Lina Ende verbesserte ihre Bestleistung über die kurze Distanz auf 8,33sec und ließ immerhin 10 Spezialistinnen hinter sich.

Jano Schubert konnte im Hochsprung der Männer an diesem Tag leider keine Steigerung mehr verzeichnen. Mit 1,82m hatte er zwar zuvor einige ordentliche Versuche hinter sich gebracht, aber auf Grund der Steigerungen zu viele Versuche hintereinander absolviert, die letztendlich zu kräftezehrend waren. Damit blieb ihm ein sechster Rang.

Moritz Hecht ging gewohnt routiniert in die 60 m Konkurrenz und haute bereits im Vorlauf mit 7.08 sec eine neue Bestzeit heraus. Im stark umkämpften Zwischenlauf kam er in einem Wimpernschlagfinish mit 7.09sec erstmals in den Endlauf bei einer Bayerischen. Hier lagen die Männer im stark besetzten Feld alle so dicht beieinander, dass das Zielfoto entscheiden musste wer gewonnen hatte. Die ersten drei lagen alle nur eine Hundertstel auseinander und der 19jährige Forchheimer kam schlussendlich mit 8.11sec auf den sehr guten siebten Rang.

Am Tag zwei der Veranstaltung durfte er aber ein weiteres Mal antreten und hatte es dort auf der 200m Strecke mit keinem anderen als Patrick Schneider vom LAC Quelle Fürth, dem Olympiateilnehmer von Rio de Janeiro zu tun. Mit reichlich Selbstvertrauen hängte sich Moritz an den Fürther und saugte sich auf den ersten 100m sogar an den 400m Spezialisten heran und musste diesen auch erst auf den letzten 50m ziehen lassen. Überraschend hielt sich der Abstand von 25 Hundertsteln in Grenzen und so wurde Moritz in diesem Herzschlagfinale, frenetisch von den Forchheimern angefeuert Zweiter in 22.54sec und holte sich damit im Endlauf verdient Silber.

Zuvor hatte sich diese bereits Jan Schindzielorz umhängen lassen dürfen. In seinem angekündigten letzten Hürden Wettkampf bei den Männern, mit den hohen Hürden von 1.064m, wollte der 38jährige der jungen Konkurrenz noch einmal zeigen, was Senioren noch so drauf haben. Im Vorlauf noch auf Sicherheit bedacht, ließ er es im Finale so richtig krachen und sprintete zu einem neuen Seniorenrekord von 8.19sec und wurde damit Zweiter hinter dem 23jährigen Sebastian Barth von der LG Stadtwerke München und liegt damit derzeit auf Rang 15 der aktuellen Deutschen Hallenbestenliste.

Mit guten Sprüngen, nach einer langen Verletzungspause, landete schließlich Veronika Prell zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung im Dreisprung der Frauen mit 10.10m auf dem siebten Platz und rundete damit das gute Gesamtergebnis der Forchheimer ab. Weitere Ergebnisse unter www.lg-forchheim.de/ergebnisse