Großes Meisterschaftsfinale in Fürth

 

Fürth -            Die Leichtathletik Gemeinschaft Forchheim (LG) setzte am Sonntag bei ihrem vorerst letzten  Hallenauftritt, bei der Nordbayerischen Hallenmeisterschaft U20 und U16/14 die Erfolgsserie fort, wenn auch nicht mit so vielen Podestplätzen bestückt, dafür in Masse super platziert. Mit 23 Starts in vier Disziplinen kamen die Forchheimer zweimal auf das Podest  und man konnte in allen Sprintdisziplinen Athleten in die Endläufe bringen, das schaffte die LG zuletzt in den 90iger Jahren.

 

Bei den Routiniers überzeugten einmal mehr die Starter der U20. Allen voran Dominik Eckner im Weitsprung, der trotz einer Bänderverletzung die er sich im Training beim Warmup zugezogen hatte, einmal mehr seinen Erwartungen gerecht wurde. Mit einem Sprung von 6,51m gewann er nach seinem Sieg im Januar bei den Männern, auch die Konkurrenz der Jugend U20 und machte seine Doppelmeisterschaft perfekt.  Trainingspartnerin Janina Buck, die ebenfalls in den Endkampf der Weitspringerinnen der U20 einzog, machte es ebenfalls zum Ende nochmals richtig spannend und kam mit einem gewaltigen Satz im letzten Versuch auf 5,15m und wenn ihr das Missgeschick mit der Hand, die sie unglücklich hinter sich im Sand durchzog, nicht passiert wäre, hätte sie sogar Gold holen können, dennoch war sie nach der anstrengenden Saison über ihren zweiten Platz überglücklich.

Im 60m Sprint konnten sich beide Athleten in den Finals an ihre Bestzeiten heranarbeiten und wurden mit 7.38sec für Dominik und 8.23sec für Janina, Siebter bzw. Fünfte in ihren Endläufen.

Svenja Heidecke (17) schrammte als Youngster im Endlauf der höheren Altersklasse nur hauchdünn am Podest vorbei und wurde mit 8.20s Vierte und bestätigte einmal mehr ihr Sprinttalent.

Über die 200m Starts war Mario Gößwein (18) der Pechvogel des Tages. Im 60m Sprint hatte er zuvor mit 7.54sec bereits eine prima Bestzeit erreicht und wollte über die 200m ebenfalls eine neue Duftmarke setzen. Die blieb ihm allerdings verwehrt, denn nach einem beherzten Lauf, bei dem er im Wimpernschlag Finish knapp Dritter wurde, streikte einmal mehr die Zeitmessanlage. Der Veranstalter ließ die Jungs zwar nach 10 Minuten erneut starten, doch war dieser Start nur reine Makulatur und die Zeiten damit für die berühmt berüchtigte Katz. Da es nicht das einzige Rennen an diesem Tag war, das wiederholt werden musste und die Zeitmessung in der LAC Halle schon bei den vorangegangenen Meisterschaften bereits öfters streikte, ist dies nicht nur für die Athleten ärgerlich, sondern ein bekanntes Problem, das man anscheinend nicht in den Griff bekommt.

Bei den Damen wurden Janina Buck, ohne Zeitausfälle immerhin Sechste in 26.93s und Svenja Heidecke Neunte in 27.15s von 13 Starterinnen.   

 

Für positive Eindrücke sorgte auch der Nachwuchs der LG, der sich durch die guten Leistungen der Vorbilder im eigenen Verein mitreißen ließen.

Hier war es der 15jährige Richard Kariun, bei dem der sprichwörtliche Knoten geplatzt ist. Mit einem völlig verpatzten Start im 60m Vorlauf schaffte er es mit sehr viel Glück in den Endlauf, bei dem er nochmals alle Kräfte bündelte und mit neuer Bestzeit von 8.01sec den vierten Platz im Fotofinish erkämpfte. Leider kam es in Fürth zu vielen Zeitplanverschiebungen dank der Zeitmessproblemen. Dadurch betroffen war auch der Weitsprungwettbewerb, den Richard einige Male unterbrechen musste und so das Finale nicht erreichen konnte. Dafür überraschte er im Hürdensprint bei dem er seine Bestzeit zweimal unterbieten konnte und ins Finale einzog. Hier wurde er mit 10.25sec Sechster.

Bei den Mädchen der W15 überraschten Alexandra Pöhlmann und Ronja Gellenthien. Alexandra katapultierte sich bereits im Vorlauf auf eine neue Bestzeit von 8.55sec und damit nicht nur in die Bayerische Bestenliste sondern schaffte erstmals den Einzug ins Finale einer Meisterschaft und konnte sich dort ein weiteres Mal verbessern. Mit 8.46s erreichte sie hier hart umkämpft Rang sechs. Ronja konnte in ihrem Vorlauf den dritten Platz mit 8.91s überzeugen und blieb damit erstmals unter der 9 Sekunden Marke.

Bei den Jüngsten Startern der LG der M und W13 hatte die LG gleich drei heiße Eisen im Feuer. Bei den Jungs war es Max Hoffmann, der wieder einmal überzeugte. Mit neuer Bestzeit von 8.86s zog er problemlos in den Endlauf ein und wurde dort guter Sechster. Über die 800m konnte er mit 2:50,01min den siebten Platz erkämpfen. Johannes Sladek präsentierte sich ebenfalls mit neuer Bestzeit von 9.02sec im Sprint und verpasste den Einzug ins Finale nur um vier Hundertstel und wurde damit Zehnter der Konkurrenz. Beide E-Kader Athleten verbesserten sich damit um fast eine Sekunde.

Für Freude sorgte auch Charlotte Gundermann, die im großen Starterfeld der 13jährigen Mädchen den Endlauf nur hauchdünn verpasste, aber mit 9,18s eine sehr gute Zeit lief und damit auf Rang neun landete. Im 800m Lauf, konnte sie bei ihrem ersten Start an einer Hallenmeisterschaft eine gute Zeit von 2:58,76min verbuchen.