Die Oberfränkischen Leichtathletik Meisterschaften der Leichtathleten gingen im Dauerregen unter

 

Das Organisationsteam der Leichtathletik Gemeinschaft Forchheim, die Gastgeber der diesjährige der Oberfränkischen Hindernis-, Langhürden und U20 Meisterschaften, sowie Kreisstaffelmeisterschaften mit angehängtem Sportfest, bemühten sich am vergangenen Samstag redlich, den Wettkampf auf der Sportinsel so gut wie möglich über die Bühne zu bringen. Petrus hingegen machte allen, sowohl den rund 160 Sportlern, als auch den Ausrichtern einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nach wenigen Stunden war alles, trotz vieler Zelte, Pavillons und heißem Tee, durchweicht und durchgefroren. Auch die Leistungen schwammen wortwörtlich die Regnitz hinunter.

Wie schon zuvor prognostiziert, waren die Wetteraussichten sehr schlecht, doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Diesmal hatten die Forchheimer aber kein Glück, denn die Prognosen trafen voll ins Schwarze. Die Athleten, vornehmlich aus dem südlichen Oberfranken angereist, gaben zwar trotz Regen, Wind und kalten Temperaturen ihr Bestes, aber Stimmung wollte nicht so recht aufkommen und Topleistungen waren verständlicher Weise genau wie Qualifikationen für Landesmeisterschaften Mangelware.

Die Starter der LG Bamberg waren die erfolgreichsten und auch zahlenmäßig am stärksten vertreten. Aus unerfindlichen Gründen glänzte der gesamte nördliche und östliche Bezirk durch Abwesenheit. Die LG Hof und Fichtelgebirge hatten, ansonsten zahlenmäßig gut vertreten, keine Starter nach Forchheim zu den Bezirksmeisterschaften geschickt. Ausnahme war einzig Cynthia Hörl von der LG Fichtelgebirge bei den Frauen, die das Diskuswerfen (30,10m) und auch das Speerwerfen (38,03m) für sich entscheiden konnte. Ein weiteres Topergebnis ging auch nach Bayreuth. Der erst 18jährige Daniil Zozuliak floppte im Hochsprung zu tollen 1,90m und siegte souverän.

Die Forchheimer Asse der U20 starteten trotz Abiturstress. Im Kurzsprint konnten sie einige Siege einfahren. Moritz Hecht wurde Oberfränkischer Meister über die 100 (11,84s) sowie 200m (23,51s) Distanz und Dominik Eckner (12,06s) und Marcel Springwald (24,57s) belegten hier jeweils die Plätze zwei und drei. Dominik konnte zudem im Speerwurf mit 42,93m einen zweiten Platz hinzufügen, wobei man ihm seinen technischen Trainingsrückstand noch deutlich ansah. Bei den jungen Damen war es Janina Buck, die dem Regen einen zweiten Platz über die 100m in 13,46s abtrotzte und mit gleicher Platzierung die 200m in 28,40s bewältigte. Im Weitsprung wurden ihre 5.01m mit dem zweiten Platz belohnt. Bei den Frauen konnte Christine Priegelmeir vor der zuletzt grippegeschwächten Lina Ende, die 100m in 13,82s für sich entscheiden und holten damit Platz eins und zwei für die Forchheimer.

Über die 1500m Hindernisstrecke lieferte Cosima Gundermann (LG Forchheim) in ihrem ersten Rennen dieser Art, mit 5:44,36min auf Anhieb ein respektables Ergebnis ab und siegte. Ihr ein Jahr jüngerer Bruder Clemens Gundermann (U18) debütierte ebenfalls über die 2000m Hindernis und konnte in 6:52,18min ein sehr gutes Ergebnis erzielen und wurde damit Meister in seiner Altersklasse. Ein einsames Rennen musste auch Babinia Wirth vom TSV Ebermannstadt bei den Frauen laufen, denn über die 3000m Hindernis, wollte niemand anderes in der exotischen Laufstrecke starten. So zog sie tapfer alleine ihre Runden und kam mit 11:17,81min ins Ziel.

In der Alterklasse U18 machten neue Gesichter der LG Forchheim auf sich aufmerksam. Allen voran Svenja Heidecke. Die 16jährige sprintete über die 100m zu einem Start-Ziel-Sieg mit dem im Vorfeld niemand rechnen konnte. Mit 13.86s lieferte sie zudem ein ausgezeichnetes Ergebnis ab und lässt für die Saison hoffen. Auch Hannah Stöhr (16) überzeugte über die 100m Hürdendistanz und siegte vor den favorisierten Bambergerinnen in 17.70s. Mario Gößwein wurde bei den Jungs in 12,33s über die 100m Zweiter ebenso im 200m Sprint in 25,64s.

Die Jüngsten der LG Forchheim meisterten die Wetterkapriolen ebenfalls ordentlich. So konnte Ronja Gellenthien (W14) mit 2:45,23min die 800m Kreismeisterschaft für sich entscheiden und Alina Hoyler verbuchte hier mit 3:03,19min bei ihrem ersten Start einen dritten Platz. Bei den 10jährigen Mädchen war es Ilka Staub die überraschte. Mit der tollen Zeit von 3:00,00min führte sie fast 700m das Feld an und wurde erst im Endspurt von zwei Mädchen übersprintet und landete damit auf Rang drei. Bei den Jungs der U14 waren Johannes Sladek 3:15,62min  und Timo Bitter 3:16,46min mit guten Leistungen auf Platz zwei und drei vertreten. Jakob Treuheit (M11) erreichte mit der guten Zeit von 2:59,62min ebenfalls Rang drei.

Die Staffelwettkämpfe gestalteten sich trotz allem spannend, denn die vielen Schüler sorgten dann doch für Stimmung. Neunkirchen und Lichtenfels waren hier stark vertreten. Der Sieg bei den Jungs der U14 in der 4x75m Staffel ging vor den Forchheimern an Neunkirchen am Brand. Bei den Jungs der U12 drehte sich das Blatt und die Buben der 4x50m Staffel aus Forchheim siegten vor den Neunkirchnern. Die Mädchen vom TS Lichtenfels sicherten sich in der U14 über die 4x75m Platz eins und zwei vor den jüngeren Forchheimerinnen. Bei der U12 mussten die Lichtenfelserinnen dann den Bambergerinnen den Platz abgeben und wurden Zweite. Bei den 4x100m Staffeln der U20 siegten die Bamberger sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Das neuformierte Forchheimer U18 Staffelquartett der Mädels (Wieder, Stöhr, Heidecke, Treuheit) wurden Erste und feierten damit einen gelungenen Einstand.

Der abschließende 5000m Entscheid der Männer war dann wieder eine reine Bamberger Angelegenheit, denn die Plätze 1-5 gingen hier an die Domstädter. Sieger wurde Marco Sahm in 16:46,96min vor Roland Wild mit 16:47,97min und Jan Heusinger in 17:09,08min. Mit diesem Wettbewerb endete auch nach sechs Stunden Wasserschlacht ein denkwürdiger Wettkampf und man war sich einig, dass man in den vergangenen Jahren schon wärmere und vor allem trockenere Nikolausläufe auf der Sportinsel ausgerichtet hat.