32. Forchheimer Nikolauslauf

 

 

Trotz schlechter Witterungsbedingungen konnte der Forchheimer Nikolauslauf am Samstag auf der Sportinsel wieder eine neue Rekordbeteiligung aufweisen. Zur  32. Auflage der von der Leichtathletikgemeinschaft Forchheim ausge-richteten Laufveranstaltung waren über 580 Läufer und Läuferinnen aus Nordbayern und Thüringen gekommen.

Petrus hatte dieses Jahr kein Einsehen und so wurden die Läufer von oben und unten gehörig durchgeweicht. Der starke Regen der Nacht zuvor hatte Teile der Strecke unter Wasser gesetzt. Fast schien es so, als trügen viele Läufe am Ende einen Teil der Laufstrecke am Körper mit ins Ziel.

Nichtsdestotrotz war die Laufklasse und  – begeisterung ungebrochen. Neben dem Teilnehmerrekord wurden die Bestmarken in 12 von 44 Einzelwertungen verbessert. Besonders erfreute dabei die Leistungssteigerung in allen Jugend- und etlichen Schüleraltersklassen.

 

Dass der Streckenrekord bei Männern oder Frauen im fast 400 köpfigen Starterfeld im Hauptlauf über 10km nicht fallen würde, war angesichts der äußeren Bedingungen kaum zu erwarten. Als Favorit hatte sich schon im Vorfeld der 26-jährige Joseph Katib von der LG Erlangen gemeldet und er sollte seiner Favoritenrolle mehr als gerecht werden. Der mehrmalige  Sieger der traditionsreichen Forchheimer Veranstaltung , neben dem Vorjahr hatte er bereits in 2003 gewonnen, ging das Rennen nach der Einführungsrunde im Stadion besonnen an, bevor er gegen Ende der ersten Runde einen Gang höher schaltete und sich sicher vom Feld absetzte.  Leichtfüßig  und routiniert spulte der Endlaufteilnehmer der diesjährigen deutschen Meisterschaften im Nürnberger Stadion (5000m in 14:46min) die weiteren Runden ums Forchheimer Altwasser ab und lief am Ende bei strömenden Regen einen nie gefährdeten Sieg in 32:49 min heraus.

Hinter ihm bildet sich eine 7-köpfige Verfolgergruppe zu der auch der Ex-Heroldsbacher Matthias Dippacher gehörte, der seiner Heimatregion einen Besuch abstattete.  Aus dieser Gruppe mussten dann doch nach und nach 4 Läufer dem hohen Tempo Tribut zollen und den Anschluß abreißen lassen, die verbliebenen drei lieferten sich dagegen bis zu Ziellinie einen packenden Dreikampf, den am Ende Andreas Deitz vom TS Lichtenfels in 34:24 min gewann vor Daniel Haußner (IfA Nonstop Bamberg, 34:35 min) und dem weit angereisten Henrik Göckeritz vom Laufclub Erfurt (34:26 min). Matthias Dippacher erreichte als Sieger der AK30 in 34:40 min das Ziel.

Als Gesamt 11. und schnellster Forchheimer wie im Vorjahr lief Wolfgang Förtsch vom Schwimmsportverein Forchheim  in 35:29 min im Stadion ein, und verbesserte sich dadurch um 23 Sekunden. Die gastgebende LG Forchheim stellte mit Thomas Trzewik in 38:14 min ihren schnellsten Mann (3. AK35). Gleich in beiden Jugendaltersklassen fielen in Folge die Altersklassenrekorde:  Bei der B-Jugend lief der 16-jährige Konstantin Wedel von der SG 1883 Nürnberg ein starkes Rennen in 36:18 min, bei der A-Jugend war dies der 19-jährige Mirco Helmreich vom TSV Scheßlitz (35:26 min).

Spannend und hochklassig wie selten zuvor verlief das Rennen in der Frauenkonkurrenz. Zwei Läuferinnen kämpften hier von Beginn an dicht an dicht und blieben am Ende deutlich unter 40 Minuten. Am Ende siegte die talentierte 19-jährigen Christina Wirth vom TSV Ebermannstadt in 38:23 min und verbesserte damit deutlich die A-Jugend Bestmarke und fügte damit einer erfolgreichen Saison ein weiteres Highlight hinzu.

13 Sekunden dahinter kam in 38:35 min als  zweitschnellste Frau mit Silke Bittel vom Marathonteam des TV Fürth eine weitere Top-Läuferin ins Ziel. Auch die Nächstplatzierten der weiblichen Konkurrenz boten erstklassige Leistungen: Mit 40:52 min holte sich Silvia Hüttner (LG Bamberg) der Altersklassen Sieg W40. In 41:18 min verbesserte die 16-jährige Lisa Staudt vom TV Zeil die Bestmarke bei den B-Jugendlichen.

In der Mannschaftswertung der Männer stellte sich am Ende wieder das langjährig gewohnte Bild ein: Die LG Erlangen siegte in der Besetzung Joseph Katib, Jans-Joachim Hermann, Veit Riedlberger, Jörg Fiedler und John Stackmann  in 3:02:42 std vor den Mannen des TV Fürth und dem SSV Forchheim. Bei den Frauen verbesserte die LG Bamberg mit Silvia Hüttner, Katja Rohatsch und Claudia Schramm den Mannschaftsrekord um 2 Sekunden auf 2:06:46 std vor dem TV 1848 Erlangen und dem DAV Röthenbach.

Bei etwas besseren Bedingungen hatten am Vormittag bereits 150 Kinder in den Bambini und Schülerläufen über Strecken zwischen 560m und 2,8 km ihr Programm absolviert. Auch hier fielen die Bestmarken in zahlreichen Altersklassen: Schnellster Teilnehmer des D-Schülerlaufes über 1,2km war der 9-.jährige Michael Kupfer vom Forchheimer Shotokan Karatezentrum vor Cosima Gundermann von der LG Forchheim, die in 4:43 min den Streckenrekord der 9-jährigen Mädchen verbesserte.

Im C-Schülerlauf lief der 11-jährige Marius Gruß (LG Forchheim) mit neuem Streckenrekord in 4:15 min einen überlegenen Sieg vor dem Eckentaler Tobias Henning (4:23 min) und Jamie Williamson (4:340 min) heraus. Schnellstes Mädchen mit neuem Altersklassenrekord war einmal mehr die 10-jährige Celine Landgraf in 4:38 min. Auch der B-Schülerlauf über 1250 m endete mit neuem Streckenrekord: Hier war es der 13-jährige Daniel Schulz aus Breitengüßbach, der in neuer Bestmarke von 4:00 min siegte. Als schnellstes Mädchen machte es die 13-jährige Babinja Wirth vom TSV Ebermannstadt ihrer großen Schwester nach und siegte überlegen in 4:25 min. Altersklassenrekord erlief sich Sarah Westerholt von der LG Forchheim in 4:31 min (Altersklasse W12).

Zwei Forchheimer dominierten den A-Schülerlauf über 2,8 km: Mark Mirschberger  (LG Forchheim) siegte hier eine Woche vor seinem Start bei den Bayerischen Crosslauf in 10:52 min vor seinem Vereinskollegen Matthias Schwämmlein in (11:22 min). Bei den 15-jährigen Mädels erlief hier Christina Roscher vom TS Lichtenfels Titel und Altersklassenrekord in 12:14 min.

In der Spitze äußerst flott unterwegs waren in diesem Jahr die Hobbyläufer über 5,3km: Hier siegte der 16-jährige Felix Hüttner aus Bamberg in 18:53 min vor Andreas Schubert (19:12 min) und dem Forchheimer Triathleten Christian Seeberger (19:26 min).